Jenseits des guten Geschmacks
26. Sep 2009
Nicht alle mögen Pelze und Handtaschen aus Fell finden auch keine breite Zustimmung. Aber Handtaschen aus Katzenfell sind mehr als nur geschmacklos.
Katzen
In Deutschland gibt es mehr Katzen als Hunde und jeder der Katzen liebt, der kann sich wahrscheinlich nicht vorstellen, das es Menschen gibt, die aus dem Kadaver einer Katze eine Handtasche nähen, aber solche Menschen gibt es. Eine davon ist die niederländische “Künstlerin” Tinkebell.
Sie verarbeitet tote Katzen und neuerdings auch Hunde zu Kreationen und meint damit der Welt auch noch einen Gefallen zu tun.
Kunst
Tinkebell oder bürgerlich Katinka Simonse lebt in Amsterdam. Als ihr Kater Pinkeltje todkrank wurde und der Tierarzt das Tier erlösen wollte, kam die 30-jährige auf die Idee, einfach eine neue Handtasche zu kreieren und drehte dem Kater eigenhändig den Hals rum. Der tote Kater wurde präpariert und von Frau Simonse zu einer Handtasche vernäht.
Rechtfertigungen
Katinka Simonse sieht in dem was sie tut nichts Falsches. Ihrer Meinung nach sind alle die Menschen krank, die Tiere essen oder sie verhätscheln. Sie selbst isst kein Fleisch. Außerdem sei eine Handtasche aus der eigenen Katze doch ein liebes Andenken an den verstorbenen, vierbeinigen Freund.
Ja, es muss toll sein ein Tier mit dem man vielleicht jahrelang zusammen gelebt hat, nach seinem Tod als Aufbewahrungsbehälter für Geldbörse und Handy benutzt.
Die Künstlerin wollte übrigens auch mal über 60 Küken in einen Schredder werfen, um so auf die Haltung von Hühnern in Holland aufmerksam zu machen. Die Küken hatten Glück und wurden adoptiert.
Foto: © Dennis Vogler – Fotolia.com
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